Sprachen in Angola
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Die Einwohner Angolas setzen sich aus Gruppen unterschiedlichster Herkünfte zusammen. Unterschieden werden sie in erster Linie anhand ihrer Sprache. Die bevölkerungsstärkste Gruppe ist die Bantugruppe, die sich aus einer Vielzahl von Sprachen und Ethnien zusammensetzen.
Die Bantusprachen sind eine der wichtigsten Sprachen Mittel- und Südafrikas und sind auch in vielen Ländern Afrikas Verkehrssprachen und werden neben den Amtssprachen gesprochen. Die am Meisten gesprochenen Bantusprachen in Angola sind Umbundu (37%), Kimbundu (25%), Kikongo (13%, hierzu zählt auch Bakongo, das früher Kongo genannt wurde), Oshivambo (früher Kwanyama; Amtssprache in Namibia) und Chokwe.
Die restlichen Sprachen und ethnischen Gruppen werden als Nicht-Bantubevölkerung bezeichnet. Hierzu gehören zB die Khoisansprachigen Ethnien. Charakteristisch für die Khoisansprachen sind deren Klick- und Schnalzlaute. Heute gibt es nur noch eine geringe Anzahl von Bevölkerungsgruppen die diese Sprachen sprechen. Hierzu zählen zB. Kwadi und Kxoé im südlichen Angola.
Die bedeutendste und wichtigste Sprache in Angola ist Portugiesisch. Das sprachliche Erbe der Portugiesen ist heute ein wichtiger Bestandteil des Kultur- und Bildungswesens sowie des Alltagslebens.
Gründe für die portugiesische Sprache als Amtssprache waren zB. der Anschluss an die internationale Öffentlichkeit, der durch eine sprachliche Isolation erschwert wäre und die Kontakte zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern. Außerdem würde die Auswahl zugunsten einer oder weniger Bestimmten Sprachen zur Benachteiligung anderer und zu politischen Problemen (Tribalismus) führen. In Zeiten der Unabhängigkeit Angolas hatte nur eine geringe Anzahl der Einwohner Portugiesisch als Muttersprache, doch in den darauf folgenden Jahren entwickelte sich die Sprache vor allem in den Städten sehr rasant weiter und wurde zur Nationalsprache. Ohne die Kenntnis dieser Sprache ist einem angolanischen Staatsbürger der wirtschaftliche und soziale Aufstieg nicht möglich.