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Ein freiwilliges Jahr bei IniciativAngola - Mark erzählt

von Márk - Freiwillige von Ungarn - Sam, 01. September 2018

Im Januar 2017 bin ich zum ersten mal nach Kärnten gekommen, wo ich später ein Jahr lang freiwillig gearbeitet habe. Als ich Sankt Primus besucht habe, musste ich schon einiges feststellen: Die Umgebung war schön und die Leute waren freundlich.

Im folgenden halben Jahr habe ich mich langsam für mein Auslandsjahr begeistert und vorbereitet. Ich habe tatsächlich ein slowenisches Sprachbuch gekauft - umsonst. Ich habe leider fast nichts von dieser Sprache gelernt. Ich habe auch versucht, meine Motivation für dieses Freiwilligenjahr zu finden und habe sie letztendlich auch gefunden: Ich wollte mein Leben ändern. Ich wollte Abenteuer erleben, um am Ende eine bessere Person zu sein.

 

In Sankt Primus und Klagenfurt haben P. Hanzej und Marija mir ein wunderbares, aber manchmal auch hektisches Programm vorgestellt. Das war mein Leben bei IniciativAngola:
● Treffen mit ehemaligen Volontären,
● Organisation von Kuchenbasaren,
● Basteln von Ohrringen, Kerzen gießen,
● Teilnahme an der IA Oase,
● Singen beim Taizégebet,
● Fahrt nach Italien,
● Drucken von Flyern,
● Treffen mit einem Angolaner,


● Missionstombola,
● Vorstellung des Vereins bei Veranstaltungen,
● Mitspielen bei Konzerten,
● Fahrt nach Slowenien,
● Ministrieren bei  IA Gottesdiensten,
● Werben für das Fußballturnier,
● Tee trinken im Büro,
● Organisation der Jugendbegegnung,
● In der Vorstandssitzung sitzen,
● Beim IA Seminar teilnehmen,
● Bei der IA Klausur in die Gemeinschaft eintauchen,
● Teilnahme an EVS Trainings,
● Teilnahme an Vorbereitungstreffen für mein Volontariat in Angola.

Ich hatte fast keine Zeit meine Freunde zu besuchen, Fahrradtouren zu machen, in die Berge zu gehen, Fußball zu spielen, zum Maturaball zu gehen, Jazzkonzerte mit der Chefin zu beuschen , in Klagenfurt Kebab zu essen oder es einfach einmal krachen zu lassen. Aber ich habe es trotzdem geschafft.

Aber das ist noch nicht genug. Ich konnte in meiner Urlaubszeit noch einen ganzen Monat in Angola vor Ort als freiwilliger Gastlehrer arbeiten. Damit bin ich total in die IA Welt eingetaucht. Vielleicht habe ich sogar zu viel erlebt.

Jetzt komme ich aus dem Krankenhaus, in dem ich zwei Wochen Bettruhe haben musste. Manche könnten denken, dass ich das wegen Malaria und einem anstrengenden Jahr gebraucht habe. Aber die, die mich kennen, wissen, dass Ruhe und viel Zeit zu großen Veränderungen dazugehören. Es war ein guter Moment, mein Jahr revue passieren zu lassen und zu bemerken, dass
● ich ein bisschen pünktlicher geworden bin - zumindesthabe ich jetzt den Wunsch, pünktlich zu sein.
● ich sportlicher geworden bin - zumindest habe ich jetzt mehr Lust, Sport zu treiben.


● ich mich in der Kommunikation verbessert habe - zumindest weiß ich jetzt, dass sprechen nicht das Wichtigste ist, um einander zu verstehen.
● ich konstruktiver geworden bin - zumindest weiß ich jetzt, dass meine Aussagen manchmal zu kritisch sind.
● ich ein bisschen gläubiger geworden bin - zumindest kenne ich mich jetzt in der Kirche gut aus.
● ich besser Auto fahren kann–zumindest weiß ich jetzt, von wem ich mir was abschauen sollte.
● ich ein bisschen Kärntner Slowene geworden bin - zumindest mag ich die Lieder und habe Freunde zum mitsingen!

Ja, ich habe mich tatsächlich ein bisschen verändert, aber das habe ich nicht alleine erreicht.
Die IA Mitglieder, die Salesianer in Klagenfurt, die Mitarbeiter im Diözesanhaus, meine EVS Mentorin und ihre Familie, meine Deutschlehrerin, und meine Übersetzerin, die Kirchengemeinde in Sankt Primus (Familien, Firmlinge, Ministranten), die Zenit Sportformation in Šentprimož, die Musketiere, die Freiwilligengruppe für Angola, die Schulschwestern, die Flüchtlinge, die EVS Freiwilligen, die SchülerInnen aus Hanzejs Klassen und noch sehr viele andere haben mich in diesem Jahr ein bisschen umgeformt. Ich kann mich dafür nicht genug bedanken!

Danke euch!

Ich verabschiede mich, aber ich kann sagen, dass es kein endgültiger Abschied ist. ;) Bis bald!

Fotos

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