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Die Trommeln rollen spannend - Missionstombola 2017

von Krista Hutter - Die, 07. November 2017

Seit Allerheiligen war die Pfarre Sankt Primus eine sehr oft besuchter Ort und nicht nur wegen unserer Verstorbenen.

Die Jugendlichen verkauften seit zwei Monaten die Lose für die Missionstombola, und viele Gönner haben schon für die Preisen etwas gegeben. Deshalb war der große Saal im Pfarrhof voll von Geschenken und Ornamenten.

Die Leute haben sehr viel gegeben. Der Weg zwischen dem Pfarrhof und der Kirche war ein echtes Dschungel aus Kuscheltieren, Büchern, Torten, verschiedenen elektrischen Geräten, Bildern, Fahrrädern, Gutscheinen, Pflanzen und sogar ein Motorrad stand da.

Aber am Freitag wurde alles sehr schön gemacht. Mehr als 15 Jugendliche haben die Geschenke für die Vorverlosung vorbereitet. Am Samstag mussten sie dann zu jedem Geschenk eine Nummer von den 9500 verkauften Losnummern hinzufügen und dann sie auf die Regale nach einer bestimmten Reihenfolge aufstellen. Das Team konnte schnell, präzise und froh arbeiten, so konnten sie die Arbeit mit 1000 Preisen schon bis Mittagessen beenden. Nachmittag haben wir noch einige Sachen in der Kirche vorbereitet und die Gewinnzahlen auf großen Plakaten ausgedruckt.

Am nächsten Tag, nach der Sonntagsmesse wurden die Plakaten auf die Tür der Kirche aufgehängt und auf Facebook geteilt, um die Gewinnzahlen den Leuten mitzuteilen. Wer ein Gewinnlos hatte, konnte schon um 14 Uhr sein Preis bekommen. Aber die Hauptverlosung begann erst ein bisschen später. Die schon alles bekommen haben, oder kein Gewinnlos hatten, konnten in dieser Zeit die Paulos Trommel Gruppe und die Kinder Choren von Eberndorf und Sankt Primus in die Kirche zuhörenund eine kurze Präsentationüber die Dorfschule Quitila und über den Kindergarten in Benguela anschauen. Diese Zwei Organisationen werden mit der Spende der Losen unterstützt.

Die Hauptverlosung war sehr spannend. Am Anfang war es noch ruhig, aber je wertvoller sind die Preise geworden, desto gespannter und aufgeregter sind die Leute geworden. Bei den letzten Zehn Preisen, als eine neue Nummer auf die Leinwand kam, wurde die ganze Kirche ein Bienenstock. Die Leute haben ihre Losen schnell angeschaut und wer nicht gewonnen hat, guckte die Losen der Anderen ab, wer den Fernseher oder die Reise nach Rom gewinnt?

Der letzte Preis war ein Motorrad, ein brandneuer, blauer Peugeot. Ich hätte den auch gern gehabt haben. Christian begann die Nummer komisch, von dem Ende zu lesen, und Alle warteten in angespannter Stille, nur die Trommeln rollten lauter und schneller.


Nach Paar Minuten die einer Ewigkeit scheinten, sind die Geräusche der Freude aus der Richtung der Galerie gekommen. Eine junge Frau mit langen, blonden Haaren kam die Treppe runter. Ihr Gesicht spiegelte noch die Ungläubigkeit aber war froh. Die Menschen waren nicht mal für eine Minute enttäuscht, alle haben sich gemeinsam über das Motorrad gefreut.